Willkommen


PRESSEMITTEILUNG

Leimen, 14.02.2021

 

Lockdown bis zum Exodus?

Die Entscheidung der Politik, den Lockdown erneut zu verlängern, sorgt für Frust und Verärgerung bei allen betroffenen Gewerbetreibenden.

Die weiter geltenden Beschränkungen sind oft unlogisch und wenig nachvollziehbar.

Nehmen wir den Besuch beim Zahnarzt, der ist möglich, Ärzte sind systemrelevant.

Gleichzeitig ist der Besuch beim Friseur (noch) untersagt. Ich bin mir sicher, mein Zahnarzt arbeitet näher an mir als mein Friseur, und einen Mund- und Nasenschutz trage ich dort auch nicht.

Schauen wir uns den ÖPNV, Busse und Bahnen, an. Zu Stoßzeiten sind die voll, Menschen stehen eng an eng nebeneinander. Da besteht keine Gefahr?

Zum Vergleich ein Baumarkt, großflächig, hohe Decken und der Zugang von Kunden ist steuerbar.
Warum muss er zubleiben? Warum große Möbelhäuser?
Wo ist da die Logik?

Schauen wir uns die kleineren Geschäfte an, den Einzelhandel.
Wo ist das Risiko, wenn diese die Sicherheits- und Hygienevorschriften einhalten und den Zugang beschränken?
Das ist alles machbar und die Geschäfte hätten eine Zukunft!

In der Zwischenzeit haben die Discounter ihr Angebot im Nonfood-Bereich nochmal deutlich erweitert. Mode, Haushaltsartikel, Bücher und vieles mehr. Warum untersagt man den Discountern den Verkauf von Nonfood-Artikeln nicht?

Wenn der Einzelhandel nicht verkaufen darf, sollten auch die Discounter sich auf das konzentrieren, was systemrelevant ist, der Verkauf von Lebensmitteln! Die Landtagswahl am 14. März wird durchgezogen, der Besuch des Wahllokals scheint offenbar risikolos zu sein.

Gleichzeitig müssen Lokale (Restaurants, Cafes) genauso wie Hotels, im Lockdown bleiben.

Sehr ärgerlich und nicht nachvollziehbar, die Sicherheits- und Hygienevorschriften wurden eingehalten, die Sitzplätze wurden reduziert und die Abstandsregeln beachtet.

Der Oberhammer sind aber die großspurig versprochenen staatlichen Unterstützungen. Die von Finanzminister angesprochene „Bazooka“, übrigens eine Panzerabwehrwaffe, ist in diesem Zusammenhang völlig deplatziert.

Bei mir häufen sich die Rückmeldungen unserer Mitgliedsbetriebe, dass die Dezemberhilfen bis heute nicht angekommen sind, das ist ein Skandal!

Viele Selbständige stehen mit dem Rücken zur Wand und wissen nicht mehr, wie es weitergehen soll, das gilt bundesweit!
Nach dem Inzidenzwert von 50 wird nun der von 35 ausgegraben, auch von der 10 war schon zu Lesen, soll das endlos so weitergehen? Wir müssen mit dem Virus leben, das sagen selbst Virologen.

Das Impfstoffdebakel hat viel Vertrauen in die Politik zerstört.
Erschütternd, wie amateurhaft hier gehandelt wurde, aber „im Großen und Ganzen ist nichts schiefgelaufen“!

Dass Friseure endlich öffnen können, ist erfreulich, aber warum nicht sofort? Gerade diese Berufsgruppe hat gegen die Schließungen – zu Recht – mobil gemacht.
Offenbar reagiert Politik erst dann, wenn man laut wird.

Bei Konzernen (Lufthansa, TUI u.v.a.) ist die Politik schnell und öffentlichkeitswirksam zur Stelle - kommt ja dann auch in den Nachrichten!

Davon können wir, die kleineren und mittleren Unternehmen (KMU) nur träumen.

„Der Mittelstand ist das Rückgrat der deutschen Wirtschaft“ gab Wirtschaftsminister Peter Altmaier in einem Interview mit der Zeit.de am 29.08.2019 zu Protokoll.

Stimmt, bei uns sind 58% der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten angestellt, bei uns werden 80% der Auszubildenden ausgebildet, 95% der KMU`s sind Familienbetriebe!

Wer uns hängen lässt, zeigt eine Verantwortungslosigkeit ohne Ende.
Wir sind die Durchhalteparolen der Politik leid, Handeln ist jetzt gefragt!

Politik fordert immer gerne „Solidarität“.

Es wäre doch eine tolle Geste des Zusammenhalts und des Miteinanders, wenn alle Minister und Abgeordneten in den Parlamenten 10 oder 15% ihrer Diäten solidarisch spenden würden, für in Not geratene Selbständige, Geschäftsinhaber, Künstler und viele mehr.

Wenn die Auslastung von Krankenhäusern der wichtigste Parameter für politisches Handeln ist, werden wirtschaftliche und gesellschaftliche Kollateralschäden in ungeahntem Ausmaß in Kauf genommen.

Die Zeche zahlen jetzt und in Zukunft unsere Kinder.

Wir fordern die Bundes- und die Landesregierungen auf, endlich und unverzüglich einen Plan zur Wiedereröffnung von Geschäften, Hotels und der Gastronomie auf den Weg zu bringen.

Wir fordern die Bundes- und Landesregierungen auf, endlich und unverzüglich die versprochenen staatlichen Hilfen auf den Weg zu bringen.

 

Gerd-Peter Gramlich

1. Vorsitzender Leimen Aktiv im BDS e.V.
Beirat im BDS der Metropolregion Rhein-Neckar
Beirat der Evangelischen Heimstiftung Leimen
Telefon 06224-7679990, Telefax 06224-71106
Mobil 0171/3062262
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.leimen-aktive.de
www.unser-leimen.com www.leimen-liefert.de
www.looma-kerwä-dehoom.de

 


Quelle: Bericht aus der Rhein-Neckar-Zeitung vom 25.1.2021Rhein-Neckar-Zeitung vom 25.1.2021


Die Zukunft ihres Leimener Studios ist in Gefahr: Gülsün Isik. Foto: Alex


Keine Aussicht auf
Überbrückungshilfe für Kosmetikstudio

Gülsün Isik ist nebenberuflich selbstständig. Nun droht ihr das Aus: "Ich werde bestraft, weil ich fleißig bin", sagt sie.

Von Sabrina Lehr
Leimen. Es herrscht Alarmstufe Rot beim Kosmetikstudio "Medical Beauty Cosmetics". "Wenn sich bis Ende des Monats nichts tut, muss ich mein Geschäft schließen", sagt Inhaberin Gülsün Isik niederschlagen. Seit 1. November liegt der Betrieb im Studio für Medizinische Kosmetik in der Römerstraße pandemiebedingt auf Eis. Die Einnahmen belaufen sich auf null Euro. Die Fixkosten in Höhe von über 2000 Euro im Monat bestehen jedoch weiter – im Gegensatz zur staatlichen Coronahilfe.

Denn diese erhält die 48-Jährige wohl nicht. Und das wegen eines Vorgehens, das ihr Unternehmen und sie selbst finanziell absichern sollte. "Ich arbeite auf 75 Prozent-Basis in einer Klinik und nebenher in meinem Studio", erklärt die Gesundheits- und Krankenpflegerin. So habe sie ihr Unternehmen behutsam aufbauen und erst in die Selbstständigkeit wechseln wollen, wenn das Studio sich etabliert hat. Nun verhindert eben diese Doppelbelastung aber, dass sie die existenzsichernde Förderung erhält.

Gülsün Isik ist nach Auskunft der Industrie- und Handelskammer (IHK) Rhein-Neckar nicht antragsberechtigt für die "Überbrückungshilfe 2", die die Fördermonate September bis Dezember 2020 abdeckt. "Voraussetzung ist, dass der überwiegende Teil der Summe der Einkünfte, das heißt mindestens 51 Prozent, aus der selbstständigen oder freiberuflichen Tätigkeit stammt", erklärt Christian Schwöbel, IHK-Bereichsleiter "Unternehmensförderung/Unternehmensrecht" auf RNZ-Anfrage. Gleiches gilt für die November- und Dezemberhilfen. Oder wie es sich für Isik anfühlt: "Ich werde bestraft, weil ich fleißig bin." Für die IHK sind vergleichbare Fälle nichts Unbekanntes: "Leider ist es so, dass Unternehmen oder Selbstständige in gewissen Konstellationen durch das Förderraster fallen", so Schwöbel. Und was noch bitterer ist: Würde Isik in ihrem Kosmetikstudio Mitarbeiter beschäftigen, wäre sie nach IHK-Auskunft antragsberechtigt.

Um ein Haar wäre es so gekommen: Ihr Unternehmen gründete Isik, die lange auf onkologischen Stationen gearbeitet hat, im Oktober 2017. "Der Initialzünder war die Arbeit mit Chemotherapie-Patienten", berichtet sie. Denn diesen könne man mithilfe von Verfahren aus der medizinischen Kosmetik beispielsweise realitätsgetreu in der Therapie ausgefallene Augenbrauen ersetzen. Nach und nach habe sie sich einen Kundenstamm aufgebaut. Vor Ausbruch der Pandemie standen gar Umzugspläne in ein größeres Studio im Raum, zudem sollten zwei Mitarbeiter eingestellt werden. Doch stattdessen kam im März die erste, sieben Wochen andauernde Zwangsschließung. Das Unternehmen verkraftete es; entsprechend optimistisch ging die in Hirschberg aufgewachsene Inhaberin in den zweiten Lockdown: "Einerseits dachte ich, dass ich es im Frühjahr ja auch geschafft habe. Andererseits habe ich gehofft, diesmal Anspruch auf die Überbrückungshilfe zu haben."

Doch mehrere Anrufe bei der IHK machten diese Hoffnung vergangene Woche zunichte. Aber die 48-Jährige gab nicht auf, wandte sich an "Leimen Aktiv" und bat auf Hinweis von Vorstand Gerd Peter Gramlich örtliche Politiker – darunter den Bundestagsabgeordneten Lars Castellucci (SPD) – um Hilfe. "Eine Antwort habe ich bisher nicht bekommen", bedauert sie und fragt: "Ich war nie arbeitslos und habe immer Steuern bezahlt. Was ist jetzt mit Leuten wie mir?"

Castellucci indes war Isiks Schreiben bis dato nicht bekannt, wie er auf RNZ-Anfrage mitteilte. Nach Schilderung ihres Falls erklärt er: "Wir helfen bereits in großem Umfang. Einzelfälle zeigen aber, dass es Lücken gibt." Vor allem gehe es bei den Finanzhilfen darum, Existenzen zu sichern und ein Abstürzen der Wirtschaft zu verhindern. Wer einem nicht von den Corona-Einschränkungen betroffenen Haupterwerb nachgehe, befinde sich möglicherweise nicht in einer Notlage, so der Abgeordnete. Dennoch zeigt er Verständnis für die Lage der Unternehmerin: "Es bringt niemandem etwas, wenn solche Unternehmen den Bach runtergehen." Möglicherweise sei Hilfe bei den Betriebskosten denkbar, mutmaßt er und bietet an: "Sie kann sich gerne an mein Büro wenden, dann schauen wir, was möglich ist."

Damit muss es aber schnell gehen. "Ich bin am Ende meiner finanziellen Kraft", betont Isik. Sie hat ersatzweise einen weiteren Nebenjob aufgenommen, um ihre Schulden abzutragen. Die Perspektive sieht so aus: "Sollte ich mein Unternehmen schließen müssen, werde ich wieder zu 100 Prozent in die Klinik gehen."

 


Nachricht Stand 14.12.2020, 9:00 Uhr

 

Liebe Mitglieder,
heute überlasse ich Ihnen die aktuellen Beschlüsse der Politik zu Corona und eine Übersicht der verbesserten Überbrückungshilfen.

Achtet auf Euch und Eure Mitmenschen und bleibt gesund!!!
Herzliche Grüße

 

Gerd Gramlich

> Download Dokument zum Beschluss (PDF)
> Download Dokument zur Überbrückungshilfe III (PDF)



Liebe Gewerbertreibende, liebe Mitglieder,

besondere Situationen erfordern besondere Massnahmen!

Die Stadt Leimen und Leimen Aktiv im BDS e.V., haben sich sehr kurzfristig etwas einfallen lassen, was ALLEN, die ihren Betrieb noch offen haben, helfen wird.

Unter www.leimen-liefert.de haben wir, in der Tat "über Nacht", eine Plattform geschaffen, auf der Sie Ihre Leistungen und Angebote jetzt bewerben können.

KOSTENLOS und ab SOFORT!

Zögern Sie nicht und tragen SIE sich jetzt ein.

MITEINANDER gehen wir stärker durch die Krise.

Unserer besonderer Dank geht an die Ideengeberin Ute Blessing und an Sandra Werner für die schnelle Umsetzung.

Ihnen alles Gute und bleiben Sie gesund!

 

FACEBOOK POST Leimen liefert 002

 


"LOOMA KERWÄ dehoom" - sehen Sie auf der Website die Aufzeichnungen


Vorstandschaft 2017 Small

Wir freuen uns, Sie auf der Website von
Leimen Aktiv im BDS e.v. begrüßen zu dürfen.


Leimen Aktiv repräsentiert heute fast 200 Betriebe
aus den Bereichen Handel, Handwerk und Dienstleistung.

Unsere Mitglieder stehen Ihnen gerne mit ihrer gewohnt
guten Beratungs- und Servicequalität zur Verfügung.



Nutzen Sie die Branchensuche um den für Sie passenden Betrieb zu finden. Informieren Sie sich hier über
unseren Verband, unsere Ziele, unsere Aktivitäten und lernen Sie unser Magazin Leimen Aktiv kennen.
Viel Spaß beim Surfen wünscht Ihnen Ihr

Vorstandsteam von Leimen Aktiv im BDS e.V.




Highlight


>> Lesen Sie jetzt ganz komfortabel das neueste Magazin "Unser Leimen"

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.